I go to nature to be soothed an healed, and to have my senses put in tune once more. (John Burroughs)

09Feb2014

Wieder ist eine Woche in Ghana rum, schnell und erlebnisreich vergeht die Zeit hier. Bin ich wirklich schon fast zwei Monate hier- und soll ich wirklich schon in fünf Wochen nach Europa zurück?!

In der Schule läuft es super - später mehr!- und am Wochenende waren wir in der Umgebung unseres Dorfes wandern und sind zur Langune in die Volta- Region gefahren.

Selbst diese einfache Wanderung am Samstag war wunderschön. Zu dritt laufen wir einfach los, immer der Nase lang... wir kommen an Mango- und Cassavaplantagen vorbei und an vereinzelten Häusern und Hütten außerhalb der Dörfer und dank eines freundlichen Cassavabauern entdecken wir dann sogar eine Bambusfarm, die damals von den Sklaven angelegt wurde. Irgendwo in den Hügeln hinter Teiman stehen wir dann plötzlich mitten auf einer kleine Geflügelfarm. Die Arbeiter sind erst etwas verwundert, uns dort zu sehen, aber sie sind sehr einladend und zeigen uns die Farm. Israel, dem der Hof gehört, hat sich dann sogar Zeit genommen, uns zu einer alten Schlossruine zu führen. Nur noch ein paar alte Mauerreste sind übrig von einem Gebäude, das die Dänen um 1800 für den Sklavenhandel errichtet haben (Teiman liegt auf einer alten Sklavenhandelsroute). Mittlerweile hat die Natur alles zurückerobert- selbst den Weg dorthin musste Israel mit einem Buschmesser freischlagen. Israel war früher Immobilienmakler in Accra- hat sich dann aber gegen das hektische Großtstadtleben entschieden und die Farm aufgebaut. Und wirklich, es ist sehr ruhig und friedlich dort. Er verabschiedet uns schließlich und betont, dass wir jederzeit herzlich willkommen sind.

Hier, am Berg über Teiman, stand mal kleines Schloss: Lena, Israel, Mariah (phot credit Emilotte Persson

Ein einfacher Spaziergang hat uns zu interessanten Menschen und Orten geführt- direkt vor unserer Haustür...

Sonntag dann sind wir alle zusammen nach Ada Foah gefahren. Das liegt in der Voltaregion, also östlich von Accra. Hier trifft der Fluss aus dem Voltasee auf den Atlantik. Mit Booten gelangt man zu einem Strand, der wie eine kleine Halbinsel ist: Auf der einen Seite liegt der ruhige, breite Fluss, auf der anderen Seite der lebhafte Ozean. Ein Tag am Strand tut immer gut, wir haben viel gelacht und erzählt.

Reis, Banku und Albernheiten zum Mittagessen: Yves und Kwaku

Der Ort ist wirklich paradiesisch...! Auch die frische Luft ist angenehm. In Accra und selbst in Teiman ist es immer sehr staubig, zudem verbrennt ständig irgendwo jemand seinen Müll, und das Abwassersystem ist eine Rinne am Bordstein... Hier am Strand aber riechen wir nur das Meer und die Palmenwälder am Flussufer.

Samahr, Jen, Lena, Emilotte (photocredit Jennifer Addae) Rückfahrt nach einem Tag am Strand, mit Samahr (photo credit Jennifer Addae)

die große afrikanische Sonne geht unter über der Lagune Ghana, offensichtlich, ist nicht sehr sanft zu meinen Knien. (photo credit Jennifer Addae)

Rückreise (photo credit Laud Kwaku Akuffo)

Abends fahren wir in der Dämmerung mit einem Boot zurück und mit Motorbikes weiter ins Landesinnere. Diese Fahrt rundet den Tag wirklich perfekt ab und entschädigt für die unbequeme Fahrt im TroTro zurück nach Accra. Hier wartet eine neue Woche mit viel Arbeit auf uns- ich freue mich drauf und erzähle Euch bald mehr aus dem Schulalltag hier! 

mit Motorbikes geht's weiter.... (pho credit Jennifer Addae)

Bis bald!