Berichte von 11/2013

The Bongo Soup Club

30Nov2013

Zwischenstopp in Voi; Freunde besuchen, hiken, Regen bestaunen, tanzen und ein unweihnachtlicher erster Advent.

zu Gast bei Gabes Kumpel Mwangela in Voi Eine Runde Blackjack am Ersten Advent Und endlich: Regen in Voi

Wir wolln nicht leben wie ein eingerollter Igel

Wir lieben unser Leben und das Göttliche in Jedem

sie schüren Angst und Frust, wir haben darauf keine Lust

(Sportfreunde Stiller "New York, Rio, Rosenheim")

Besteck und Porzellan! Im Zug von Nairobi nach Voi ist Essen inklusive. 12 Stunden Fahrt für 500 Kilometer

Mango Madness

25Nov2013

Eine Woche auf Mfangano Island am Lake Victoria

Frische Früchte unterm Baum mit Kieran, Anja und Gabe

Wir leben zu viert in einer Hütte auf dem Hof von Kierans Gastfamlile, arbeiten auf der Farm, genießen die wunderschöne Natur und essen frische Früchte (Kieran ist ein Freund von Anja aus der Schweiz, er hat hier in den letzen Wochen gearbeitet). Hier ist alles sehr einfach, dörflich, entspannt und überhaupt recht abgelegen. Kein Strom oder Wasser, aber reife Avocados und mehr Mangos, als man essen könnte. Wir lernen Einfachheit zu schätzen und haben eine gute Zeit zu viert und mit den Afrikanern. Dass wir zu viert hier sind, verdanken wir schließlich Gabe, der auf der Hinreise aus Nairobi von ein paar jungen Männern am Festland dafür respektiert wurde, in so jungem Alter bereits zwei Ehefrauen zu haben; und man bot ihm an, Anja gegen einen Toyota Probox zu tauschen- die Schlüssel hatte man ihm schon unter die Nase gehalten. Er konnte wiederstehen und hat sich  für Urlaub mit beiden Schwestern entschieden, schließlich sind wir gemeinsam weiter Richtung Mfangano, die letzte Stunde Fahrt zum Hafen in einem Sammeltaxi (sprich zu dritt und zusammen mit zwei Schulkindern und unseren Rucksäcken im Kofferraum eines Kombis).

Unter Mädels: Zöpfchen flechten in Teamarbeit Sisters at heart

 Kenyan hikes, as a rule: Significantly more extreme Dreads im Kerzenschein vor der Hütte Ersatzbank beim abendlichen Fußballspiel Fetching water- like a boss

Für den Triumph des Bösen reicht es, wenn die Guten nichts tun (Edmund Burke)

19Nov2013

Zeit für ein paar neue Schuhe

Dank eurer Hilfe konnten innerhalb der letzten Wochen Schuhe, Kleidung und Schulmaterial angeschafft werden. ASANTE SANA! :-) Die Kinder haben sich riesig gefreut, wie ihr sicher an Kens breitem Grinsen auf dem Foto erkennen könnt! Ich weiß nicht, ob er in seinem Leben überhaupt schon mal neue Schuhe getragen hat. Wir haben auch Rucksäcke gekauft und verteilt, weil einige Kinder mit völlig zerfledderten Taschen oder mit Plastiktüten kommen (nicht so stabile Aldi-Tüten, sondern so Tütchen wie aus der Obstabteilung).

Die neuen Schuhe passen und Ken strahlt. So ein paar neue Schuhe kosten übrigens umgerechnet ca 5 Euro

Wir können jetzt auch regelmäßig Porridge zum Frühstück und Reis zum Mittagessen kochen, und alle werden satt. Damit die Kinder auch über die langen Weihnachtsferien (die morgen beginnen), etwas zu essen bekommen, machen wir die Schule auch im Dezember für ein paar Stunden auf. Es kommen die Tage noch weitere Volunteers, die Anjas und meine Arbeit aufnehmen, während wir reisen.

Emmanuel frühstückt Porridge

Wir durften erfahren, wie wenig unsere Brüder und Schwestern in Mowlem zum täglichen Leben haben und wie reich ihr Leben doch in vielerlei Hinsicht ist. Sie haben uns in ihre Wohnungen eingeladen (das sind 12 qm Zimmer ohne Fenster für eine ganze Familie, unverputzte Wände und Wellblechdächer). Trotzdem solltet ihr mal hören, wie viel dort auch gelacht wird. Während die Touristen in der Innenstadt sich weigern, einem Obdachlosen ein paar Schillings zu geben oder eine Samosa zu kaufen, teilen die Familien in den Slums das wenige saubere Wasser das sie haben (übrigens, während wir tagelang keinen Tropfen aus dem Hahn kriegen, läuft angrenzend an Mowlem die CocaCola-Fabrik weiterhin auf Hochtouren...).

Die Gründe, warum die Familien in Slums wie Mowlem (der noch schlimmer Kibera oder Kayole) landen, sind unterschiedlich: Einige sind schon dort geboren und haben keine Möglichkeit, rauszukommen. Andere zum Beispiel sind durch einen Unfall berufsunfähig und können nicht mehr arbeiten. Es ist schnell vergessen, dass nicht nur in der Nachbarschaft in Nairobi Menschen so leben müssen, während andere im Überfluss Lebensmittel wegschmeißen. 

Wir möchten uns also auch im Namen der Kinder und ihrer Familien ganz herzlich für Eure Unterstützung in Form von Spenden, lieben Worten & Gebeten bedanken und hoffen, dass wir unsere Erfahrungen ein bisschen mit euch teilen konnten.

Viele Grüße aus Nairobi- Anja & Lena

Wochenende in Voi mit Brother Gabe

18Nov2013

You must understand the whole of life, not just one little part of it. That is why you must read, that is why you must look at the skies, that is why you must sing and dance, and write poems, and suffer, and understand, for all that is life.

(Jack Kerouac)

Blick vom Voi Hill

Ab in den Bus und ein langes Wochenende mit Gabriel in Voi verbringen! In der kleinen Stadt ist es viel ruhiger als in Nairobi, es tut gut mal rauszukommen. Gabriel wohnt zur Zeit hier und hatte mich eingeladen, ihn zu besuchen. Hier gibt es keine Touristen, aber Elefanten und Berge. Seine Gastfamilie beherbergt mich wie selbstverständlich („If yu ever come back to Voi, this is your home“). Wir gehen viel hiken in den Bergen der Umgebung- kühleres Wetter da oben, super Aussichten und viele herzliche Menschen. Es gibt viel zu entdecken in der afrikanischen Natur und viel zu quatschen und philosophieren an einem langen Wochenende. Wir können sogar bis nach Tanzania gucken und den Kilimanjaro sehen.

alter Baum

Am Freitagnachmittag machen wir uns auf den Rückweg, bergab in das Dorf, wo wir eine Nacht in einem Hotel bleiben. Wir lernen Austin kennen, der hat einen Pickup-Truck und braust grade eh ins Dorf und bietet uns eine Mitfahrgelegenheit an. Wir klettern auf die Ladefläche und brettern ins Tal. Der Wagen ist- wie alle Wagen hier, alt und klapprig, Austin erklärt stolz, dass er ihn jetzt seit 35 Jahren führe. Vielleicht macht so viel Erfahrung den Zustand der Straße und des Autos wieder wett? Wir kommen jedenfalls heil an.

Mango Rock. Hier essen wir frische Mangos und genießen die Aussicht

Überhaupt gibt es hier, wo es etwas ländlicher ist, begrenzte Fortbewegungsmittel: Laufen dauert zu lange. Busse fahren hier nicht auf „kürzeren“ Strecken. Gabriel hat ein Motorbike (dessen Zustand aus deutscher Sicht bedenkenswert, aus afrikanischer völlig ausreichend ist), mit dem wir fahren können. Ladeflächen von Pickups sind auch beliebt, aber etwas unbequemer und ruckeliger.

Pikipiki

Bei unseren Wanderungen gibt frische, süße Mangos, Zuckerrohr, viel Sonnenschein und gute Luft. Das gute Wetter ist für die Bevölkerung in einigen abgelegenen Bergdörfern allerdings ein Problem, seit Wochen warten sie auf den Regen. Es gibt keine Vorrichtung, das Regenwasser zu speichern (es gäbe Möglichkeiten, aber die Regierung stellt sich quer), also verdursten die Tiere und die hygienischen Bedingungen sind schlecht. Auf dem Rückweg unserer Tour am Sonntag schauen wir bei Bekannten von Gabriel vorbei, die im Schatten vor der Hütte sitzen und sich Zigaretten drehen: Sie wickeln ein paar Tabakblätter in Zeitungspapier (einzig passender Kommentar kam von Gabriel: „Now that is badass“). Trotz Wasserknappheit teilt man mit uns und füllt unsere Flaschen auf. Ein bisschen Smalltalk- alles auf Kiswahili hier, dieses Wochenende ist eine gute Sprachschule.

Killing that sugarcane: Zuckerrohr als Snack

Hier geht das Leben einen ziemlich entspannten Gang und wir haben viele Freunde von Gabe getroffen, um mit ihnen zu wandern oder etwas zu essen. Samstag haben wir dann eine kleine Kneipentour gemacht. Viel hat Voi da nicht zu bieten, aber mit Gabes beiden Kumpels an der Seite sind wir zunächst in eine Mnazi-Bar gegangen (dunkles Gässchen, kleine Hütte mit ein paar Stühlchen). Dort gibt es nichts anderes als nicht ganz legalen Mnazi, Kokosschnaps, einen halben Liter für umgerechnet 50 Cent. Ich würde es als interessante kulturell-kulinarische Erfahrung verbuchen, denn besonders schmackhaft ist das frisch selbstgebraute, lauwarme Zeug nicht (im Prinzip ist es vergährte Kokosmilch). Schließlich landen wir im Club Extacy, einer ziemlich großen Hütte mit zusammengewürfelter Partybeleuchtung und Tanzfläche. Zu afrikanischem Reggea geht die Post ab, und dankenswerterweise ist einer von Gabes Kumpels Volleyballer der kenianischen Nationalmannschaft und eine ordentliche Kante, und auch Gabriel als weißer Mann an der Seite schindet anscheinend Eindruck, sodass ich schön in Ruhe tanzen und ein paar afrikanische Moves lernen kann ;-)

Mzungu! Zufällig treffen wir eine Schweizerin und ihren Gastbruder

Großartiges Wochenende, Danke Gabe, und mit neuer Energie geht es zurück in die schon letzte Schulwoche in Nairobi, ehe Anja, Gabe und ich dann zum Lake Victoria reisen wollen.

 

mit dem Pikipiki durch den Staub

Brother Gabe

Jeck in Afrika

11Nov2013

Wir grüßen Euch mit einem dreifach Kölle- Alaaf, Nairobi-Alaaf, Safisha Africa- Alaaf!

 

Karnevalsmusik zum Frühstück, Rote Nasen (okay, orangene, aber wir müssen improvisieren hier!) und Kamelle -elf Uhr elf konnte ich nicht einfach so verstreichen lassen, vier Jahre Köln haben ihre Spuren hinterlassen. Oh Kölle, du min Stadt.... Aber: Karneval happens where you are!

Unsere Gastmama Alice wird heute 51, und am Abend feiern wir ihren Geburtstag mit Kuchen, Ständchen und Schokoladenwettessen- ein ziemlich jecker Tag! Happy Birthday Mama Schokoladenwettessen! Alice gibt alles für die gute schweizer Schokolade ;-)

 

Regen in Afrika und Wie 25 Leute in einen 14-Sitzer passen

10Nov2013

Wochenende - Reisezeit für Schwester Anja und mich! Drei Tage haben wir am Lake Naivasha verbracht, dort gecampt und den Hell's Gate National Park und die Umgebung mit Mountainbikes erkundet. Afrikanischer Regen ist recht kurz, aber umso heftiger, und in der Nacht konnte unser Zelt beweisen, was es so taugt in Sachen Regenundurchlässigkeit (nicht allzu viel).

Warten, bis der Regen vorüber ist, ist völlig okay, wenn man Zeit hat und ein gutes Lied kenntAber wir haben das Wochenende gut überstanden (links gehalten mit den Fährrädern auf der Straße, keine hungrigen wilden Tiere getroffen, den Kerosin-Campingkocher bedient ohne den Zeltplatz abzufackeln... letzteres war aber -zugegeben- knapp. Ich war ja schon ein bisschen skeptisch, als wir das Kerosin an der Tankstelle zum Transport in eine alte Plastikwasserflasche füllen sollten. Aber wie alles hier funktioniert es natürlich trotzdem irgendwie). Wir konnten die schöne vulkanische Landschaft und Tierwelt Naivashas bestaunen (Giraffen, Zebras, verschiedene Anitlopen und Vögel, Wildschweine...) und uns mit den Mountainbikes austoben. Und auch hier in Naivasha sind wir wieder nur herzlichen und hilfsbereiten Menschen begegnet- Kenia zeigt sich uns als ein freundliches Land!

Zebras Crossing im Hell's Gate National Park

Die Abende und Nächte im Zelt waren kühl, aber mit ein bisschen Humor, guter Musik und kenianischem Rum gut auszuhalten.

40 Minuten Kochzeit für den Reis? Wir experimentieren mit dem Selbstauslöser

Zurück ging es am Sonntag wieder mit den Matatus. Obwohl die Fahrgesellschaften hier deutlich unorganisierter als die KVB scheinen, funktioniert doch alles ganz zuverlässig und man findet auch ohne Fahrpläne irgendwie immer einen Bus, der dorthin fährt, wo man auch hinwill. Letztendlich vielleicht auch deshalb, da es hier auch nicht so auf die Minute oder Stunde ankommt (meine Uhr habe ich seit vier Wochen nicht getragen). Jedenfalls haben wir uns in einen klapprigen Kleinbus nach Nairobi gequetscht (die Schiebetür musste nach jedem Öffnen wieder neu eingehangen und zugeschmettert werden) und uns mit den 23 anderen Fahrgästen auf die 14 Sitze gekuschelt. Das geht eigentlich ganz gut sofern man keine Berührungsängste hat, da bekommt man schnell nochmal zwei Kinder auf den Schoß gesetzt: Der Kleine ist gleich vertrauensvoll eingeschlummert, die Größere hat großzügig ihren gegrillten Maiskolben mit mir geteilt: „Shika, Dada!“ Nimm schon, Schwester! (Gerade als ich dachte, dass jetzt wirklich nichts und niemand mehr in unser Fahrzeug passt, streckten an einem kurzen Stopp Straßenverkäufer diese Maiskolben durchs Fenster...). Es gibt tatsächlich auch Polizeikontrollen zwischendurch, allerdings scheinen die höchstens zu überprüfen, ob jemand hinterm Steuer sitzt- oder (und das ist wahrscheinlicher, der freundschaftliche Handschlag zwischen Fahrer und Polizist deuten darauf hin), auch diese Polizisten sind, wie fast alles hier im Land, korrupt bis in die Fingerspitzen. Wie wir überhaupt Nairobi erreichen können, habe ich mich während der ganzen Strecke gefragt, und vielleicht war die Aufschrift auf der Heckscheibe, die ich beim Aussteigen entdeckt habe, die Antwort: God is able- Hallelujah!

Sprachsensibler Matheunterricht im Staub

07Nov2013

Auch wenn ich (und mein ehemaliger Mathelehrer) nie gedacht hätte, dass ich das mal sagen würde, aber Matheunterricht entwickelt sich zu meiner neuen Leidenschaft. In der vergangenen Woche konnte ich mit den älteren Kindern der unteren Klasse das Einmaleins erarbeiten- mit Steinen im Staub vor dem Klassenzimmer. Das Alles auf Englisch, der unsicheren Zweitsprache der Schüler. Das ist eigentlich genau das, womit ich mich in den letzten Semestern in meinem Job an der Uni intensiv beschäftigen durfte! Im Umgang mit den Kindern verbessern sich aber auch meine sehr bescheidenen Kiswahili-Kenntnisse stetig, das ist sehr hilfreich und macht Spaß.

Teacher Anja bei der Arbeit Unser Schulhof Matheunterricht im Sand Three times four? Kumi na mbili!

“Because in the end, you won’t remember the time you spent working in the office or mowing your lawn. Climb that goddamn mountain" (Jack Kerouac)

02Nov2013

Mit ein paar anderen jungen Leuten haben Anja und ich heute den Mount Longonot im Great Thrift Valley erklommen. Ein großartiger Tag, wir hatten sehr viel Spaß und konnten uns richtig auspowern. Auf der Hinfahrt hat man uns weißen, schwachen Frauen einen kleinen Vortrag über die Anstrengungen und Herausforderungen, die am Berg auf uns warten, gehalten. Da kennen sie uns aber schlecht, immerhin kommt Anja aus den Bergen und ich bin einigermaßen Jakobsweg-erprobt, und als Einzige der Gruppe hatten wir Wandersachen an... Wir haben's als zuvorkommende Besorgnis verbucht und mit Bill und Hawe eine astreine, flotte Wanderung bewiesen um das sportliche Ansehen von Mzungo Frauen ein bisschen gerade zu rücken (Quitting kommt morgen wahrscheinlich in Form vom Muskelkater des Jahrhunderts- aber wir mussten's Ihnen ja schon beweisen! -und immerhin können wir jetzt gleich gut schlafen- trotz Wanzen)

Oh- Wir haben sogar ein paar Giraffen gesehen!

Grüße an euch alle in Deutschland!

Blick Richtung Lake Naivasha Anja kraxelt We made it to the top! steil bergauf... Wanderfreunde: Mit Bill & Anja

Women At Work

01Nov2013

Für die kommenden Wochen haben Anja und ich uns ein paar Dinge vorgenommen und einiges auch schon in die Tat umgesetzt: Ab jetzt gibt's jeden Morgen Bananen und Kekse für alle (damit keiner mehr vor Hunger einschläft im Unterricht), wir haben gestern ein Bücherregal gebaut (Holzladen gesucht, schwer verhandelt, nach Hause geschleppt und drauflosgesägt... ) und Zement gekauft und gegoogelt, wie man eine Wand bearbeitet, damit man sie streichen kann.( Ob das gutgeht?) In der kommenden Woche wollen wir das vierte, bisher unbenutzte Zimmer in der Schule renovieren, damit wir in Zukunft die Lerngruppen verkleinern können. Im Moment sind wir also eher Handwerkerinnen als Lehrerinnen, und wir haben eine Menge Spaß beim improvisierten Bauen und Renovieren! 

Schweizer Qualität im Doppelpack: Anja und das Schweizer Messer

Nebenbei ersetzen oder reparieren wir die zerschlissenen Kleider und Schuhe der Kinder- abends wird also genäht oder was Neues besorgt. Mit einem Teil des Geldes, das beim Klamottenverkauf in Köln zusammengekommen ist, konnten wir schon Teller und Becher, Stifte und Spitzer kaufen (Danke, Mädels!). Ab jetzt können alle Kinder gleichzeitig essen und Topfdeckel müssen nicht mehr als Teller herhalten. Da das Material hier wirklich günstig ist, werden wir in den kommenden Wochen immer mehr Stifte, Farben, Hefte und auch Sitzgelegenheiten anschaffen können. Wir haben einige Anfragen von Euch erhalten, ob wir Material aus Deutschland per Post gebrauchen können. Das ist sehr lieb von Euch, aber wir können alles hier günstiger und direkter bekommen, zudem können wir besser einsehen, was gerade gebraucht wird. Fehlt es an Stiften, kaufen wir welche, trägt jemand kaputte Schuhe, kaufen wir Neue in der richtigen Größe. Es gibt hier keine Möglichkeit, Dinge zu lagern- dazu ist alles zu unorganisiert und wir fürchten, dass Einiges dann gar nicht dort ankommt, wo es gebraucht wird.Trotzdem danken wir Euch sehr für eure Unterstützung! 

Unsere Arbeiten wurden gestern allerdings jäh unterbrochen durch alte Bekannte vom Jakobsweg: Bettwanzen Überrascht Nachdem ich vorgestern Abend eine in meinem Bett entdeckt hatte und kurzum auf den Boden umgezogen bin (ich habe schon besser geschlafen), ging's den Viechern gestern an den Kragen. Zum Glück gibt's hier eine Reihe interessanter Insektizide (die hoffentlich nur den Wanzen schaden), also haben wir geputzt, zerquetscht und gesprüht, was das Zeug hält. Die Packung von dem Zeug sieht auf jeden Fall schonmal vertrauenserweckend spektakulär-gefährlich aus, das muss also wirken!

Bed Bugs Bed Bugs, what're gonna do when they come for you?Sowas bleibt wohl nicht aus, wenn ständig neue Leute hier sind, die in irgendwelche Nationalparks reisen. Interessanterweise haben aber weder Gabriel (der ja zuvor in dem Bett geschlafen hat-  Ihr könnt euch vorstellen wie er sich über meinen Anruf mit der Frohen Botschaft gefreut hat) noch ich irgendwelche Bisse, aber wir wollen uns mal nicht beklagen, und dran glauben mussten die Biester natürlich trotzdem.